Beruf Augenoptiker

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Aktuelle Jobs als Augenoptiker

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Augenoptiker:

Welche Ausbildung benötigt man als Augenoptiker?

Die Ausbildung zum/zur Augenoptiker/in ist eine dreijährige Lehre im Handwerk. Es gibt keinen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss, den Sie dafür benötigen, doch häufig erwarten Unternehmen zumindest die Mittlere Reife. Bei der Bewerbung steht jedoch für gewöhnlich dabei, welchen Abschluss eine Firma von ihren Bewerbern erwartet.

Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind gut, wenn Sie in Fächern wie Mathematik, Biologie und Physik gute Noten vorweisen können, da Sie alle drei für Ihren zukünftigen Job benötigen werden. Auch in Deutsch sollten Sie gut sein, um in der Kommunikation mit den Kunden hervorzustechen.

Es ist möglich, die Lehre auf zwei Jahre zu verkürzen, doch egal, ob zwei oder drei Jahre, Sie werden die Ausbildung dual im Betrieb und in der Berufsschule absolvieren. Nach der Abschlussprüfung sind Sie staatlich anerkannter Augenoptiker/ anerkannte Augenoptikerin.

Welche Fähigkeiten braucht man als Augenoptiker?

Wollen Sie Augenoptiker/in werden, brauchen Sie gewisse Kompetenzen, wie etwa motorisches Feingefühl und Geschicklichkeit, um Brillen und Kontaktlinsen anfertigen zu können. Dazu kommen mathematische und geometrische Kenntnisse und ein Verständnis von Biologie. Sie sollten sich zudem für moderne Messgeräte, Maschinen und Technik interessieren.

Im Umgang mit Kunden müssen Sie Beratungs- und Kontaktfreudigkeit mitbringen und in der Lage sein, Einfühlungsvermögen zu zeigen. Seien Sie geduldig und zuverlässig, zum Beispiel im Kontakt mit Kindern. Ein Auge fürs Detail und ein Interesse an aktuellen Trends helfen bei der Kundenberatung ebenfalls.

Wie viel verdient ein Augenoptiker?

Die durchschnittliche Bruttovergütung für Augenoptiker/innen beträgt zwischen 2.100 € und 2.400 € im Monat. Es gibt keine Tarifverträge, doch einige Betriebe richten sich nach den Tarifempfehlungen des Landes. Grundsätzlich hängt Ihr Gehalt von Ihren Fähigkeiten, Ihrer Erfahrung und dem Bundesland, in dem Sie arbeiten ab.

Während der Ausbildung: Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Lehrjahr etwa 600 € brutto im Monat. Im zweiten Jahr steigt sie auf ca. 670 € und im dritten Lehrjahr bekommen sie rund 800 € pro Monat. Es ist generell möglich Ausbildungs-Bafög oder andere Hilfsmittel zu beantragen, sollte dieser Betrag Ihren Bedarf nicht decken.

Als Berufseinsteiger: Nach dem Abschluss Ihrer Ausbildung können Sie mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.000 € bis 2.200 €. Je nach Region und Betrieb kann das Gehalt jedoch unterschiedlich hoch ausfallen. In kleineren Betrieben ist das Durchschnittsgehalt pro Jahr etwa 4.000 € niedriger als in sehr großen Unternehmen.

Mit Berufserfahrung: Mit zunehmender Berufserfahrung steigt Ihr Gehalt dementsprechend und zusätzliche Fortbildungen oder auch ein Studium können Ihnen helfen, bei Gehaltsverhandlungen mehr zu erhalten. Nach mehreren Jahren im Beruf verdienen Sie zwischen 2.400 € und 2.800 € brutto im Monat. Ein Augenoptikermeister verdient ca. 3.000 € bis 4.400 €. Es ist durchaus möglich, auf ein Gehalt von bis zu 4.500 € brutto zu kommen.

Ein Fachmann für kaufmännische Betriebsführung kann sogar 3.800 € bis 6.300 € verdienen und mit einem Studium liegt Ihr Gehalt vermutlich zwischen 4.000 € und 6.300 € brutto im Monat. Generell verdienen Augenoptiker/innen ein gutes, mittelhohes Gehalt im Vergleich mit anderen Berufen in Deutschland, doch es ist durchaus möglich einen überdurchschnittlich hohen Verdienst zu erzielen.

Hier noch die Bundesländer im Vergleich (durchschnittliches Bruttogehalt pro Monat):

  • Sachsen: 2.200 €
  • Nordrhein-Westfalen: 2.400 €
  • Baden-Württemberg: 2.500 €
  • Hamburg: 2.600 €

Welche Aufgaben hat man als Augenoptiker?

Als Augenoptiker/in verkaufen Sie Brillen und Kontaktlinsen und beraten Kunden hinsichtlich der besten Wahl von Materialien und Style. Sie pflegen, reparieren und säubern Sehhilfen und kümmern sich um kaufmännische und Verwaltungsaufgaben im Betrieb.

Während der Ausbildung lernen Sie, wie Sie Brillengläser und -gestelle anpassen und bearbeiten und wie die dafür notwendigen Maschinen funktionieren. Dabei wird gefeilt, gesägt, geschmirgelt, gefräst und geklebt. Sie spanen und polieren und handhaben die winzigen Fassungsteile. Es wird Ihnen beigebracht, wie Sie einen Sehtest durchführen, was die Ergebnisse bedeuten und wie man eine Augenkrankheit erkennt.

Sie lernen den Umgang mit Kunden, wie man berät und verkauft. Auch die Instandsetzung und Pflege der Sehhilfen gehört dazu. Zuletzt setzen Sie sich mit Sondergläsern und Verwaltungsaufgaben auseinander.

Da Ihre Ausbildung dual stattfindet, können Sie das theoretisch erlernte Wissen direkt im Betrieb umsetzen und beraten schon bald selbst Kunden, verkaufen Zusatzprodukte, machen Sehtests und passen Brillen an. Sie werden außerdem Waren bestellen und annehmen, Rechnungen am Computer erstellen und sogar selbst Brillen anfertigen. Natürlich alles unter Aufsicht.

Im Berufsleben sind Ihre Hauptaufgaben das Beraten der Kunden, ihre Betreuung, das Herstellen von Brillen, sowie deren Anpassung und Instandhaltung.

Sie führen Sehtests durch und informieren den Kunden über die Ergebnisse und welche Produkte für sie infrage kommen – Kunststoff oder Glas, entspiegelt, selbst tönend; heutzutage stecken Brillen voll mit Hightech und sind ein interessantes Handwerk. Dann fertigen Sie die Brillen oder Kontaktlinsen an. Hierbei kommen Tätigkeiten wie das Schleifen der Brillengläser und der Umgang mit Maschinen und unter anderem 3D-Druckern auf Sie zu.

Bei der Fertigung ist es wichtig, dass Sie zuvor die Sehstärke korrekt ermittelt haben und den Augenabstand messen. Erst dann geht es ans Schleifen der Rohlinge mithilfe von Präzisionsgeräten. Das Fixieren in der Fassung ist immer noch Handarbeit und erfordert gutes Fingerspitzengefühl.

Ist die Brille fertig, passen Sie sie an die Kopfform des Kunden an und verkaufen ihm Zusatzprodukte wie Pflegemittel oder Etuis. Dabei sind Sie Style- und Modeberater und helfen, für jeden die perfekte Sehhilfe zu finden. Natürlich auch, wenn es um Linsenverträglichkeit oder Ähnliches geht. Nicht für jeden sind zum Beispiel Kontaktlinsen eine passende Option.

Zu guter Letzt sind Sie auch dann Ansprechpartner, wenn dem Kunden die Brille verbogen oder gar kaputt gegangen ist. Sie reparieren, was Sie können und wickeln Reklamationen ab. Bei Beschwerden lösen Sie das Problem und helfen den Kunden, wo Sie können. Dabei schadet ein wenig Verkaufsgeschick natürlich nicht.

Wo arbeitet ein Augenoptiker?

Die meisten Augenoptiker/innen arbeiten in einem Optiker-Fachgeschäft, wo Sie im Verkaufsraum mit den Kunden zu tun haben, in der Werkstatt die Brillen herstellen und bearbeiten und im Büro kaufmännische Tätigkeiten durchführen. Doch auch die folgenden Betriebe sind eine Option:

  • Brillen- und Hörgerätefachgeschäfte
  • Augenarztpraxen und Augenkliniken
  • Online-Handel mit Sehhilfen
  • Kontaktlinseninstitute
  • Optische und feinmechanische Industrie (Herstellung von Fernrohren, Lichtmikroskopen etc.)

Für gewöhnlich arbeiten Sie 40 Stunden pro Woche und auch an Samstagen, mit einem anderen freien Tag in der Woche zum Ausgleich. Sie kleiden sich angemessen und den Vorgaben des Betriebs entsprechend. Oft werden Namensschilder getragen, um den Kundenkontakt zu erleichtern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Augenoptiker?

Wenn Sie in Ihrem Beruf aufsteigen möchten, können Sie sich nach der Ausbildung auf bestimmte Schwerpunkte spezialisieren – zum Beispiel auf den Bereich Beratung und Verkauf oder die Werkstattarbeit. Sie können auch als Facheinkäufer, Warendisponent oder Fachberater für optische Geräte arbeiten.

Es werden zudem verschiedenste Seminare und Lehrgänge angeboten, mit deren Hilfe Sie Einblick in neue Aufgabenbereiche erhalten oder Ihr vorhandenes Wissen vertiefen können. Dazu zählen unter anderem Kurse zur Betriebswirtschaft, zum Marketing oder Personalwesen und sogar E-Commerce.

Eine Weiterbildung zum Meister eröffnet Ihnen neue Tätigkeitsfelder und erhöht Ihre Verantwortung. Zum Berufsbild des Augenoptikermeisters gehören zum Beispiel die Abwicklung der Aufträge und die Organisation des Betriebs. Ihnen untersteht Personal und Sie verhandeln mit Zulieferern. Sie sind außerdem berechtigt, neue Lehrlinge auszubilden und können einen eigenen Laden eröffnen und sich selbstständig machen.

Die Ausbildung zum Techniker Fachrichtung Medizintechnik steht Ihnen ebenfalls offen. Oder Sie entscheiden sich für ein Studium der Optometrie. Hierfür brauchen Sie entweder die Hochschulreife oder einen Meisterbrief. Anschließend können Sie beispielsweise in der Forschung arbeiten oder in der Gesundheitsbranche.