Hamelin GmbH | Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz
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Der Beruf Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement hieß bis 2020 Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel. Die jetzige dreijährige duale Ausbildung in Industrie- und Handel ist anerkannt. Mit den neuen Inhalten passt sie sich der wachsenden Bedeutung des E-Commerce und den elektronischen Prozessen an. Sie zielt darauf ab, die Fähigkeiten im Bereich Projektmanagement auszubauen.
Die Ausbildungsbetriebe gehören verschiedenen Branchen an. Entsprechend deren geschäftlichen Schwerpunkten erlernen Sie als Auszubildender den Beruf des/der Kaufmannes/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement in einem der beiden Fachrichtungen:
Den beruflichen Nachwuchs suchen sich die Ausbildungsbetriebe nach eigenen Kriterien aus. Eine Chance auf einen Ausbildungsvertrag haben überwiegend Bewerber mit Hochschulreife oder einem guten mittleren Bildungsabschluss. Sind Sie bei Ausbildungsantritt minderjährig, benötigen Sie neben einem Ausbildungsvertrag ein Attest über eine Erstuntersuchung. Mit diesem bescheinigt ein Arzt Ihre körperliche und geistige Gesundheit, die Sie befähigt, den Beruf langfristig auszuüben.
Liegen dem Ausbildungsbetrieb der unterschriebene Ausbildungsvertrag und das Attest vor, meldet der Arbeitgeber Sie zum Berufsschulunterricht an. Diesen besuchen Sie im Block von mehreren Wochen oder wöchentlich an 1 bis 2 Tagen. Die Schule vermittelt Ihnen die Kompetenzen zur Ausübung des Berufes Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel in der Theorie. Für die Praxis ist der Ausbildungsbetrieb zuständig. In diesem arbeiten Sie in der berufsschulfreien Zeit.
Voraussetzung, um den Beruf Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement auszuüben, ist das Bestehen der Abschlussprüfung. Diese ist gestreckt, was bedeutet, dass Sie den 1. Teil im 4. Ausbildungshalbjahr absolvieren. Das Ergebnis der ausschließlich schriftlichen Prüfung fließt zu 25 % in die Endnote ein. Die Industrie- und Handelskammer prüft die Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die laut Ausbildungsrahmenplan in den ersten 15 Monaten der Ausbildung von Berufsschule und Ausbildungsbetrieb zu vermitteln sind. Die Themen stammen aus dem Bereich Organisation von Dienstleistungen und dem Warensortiment.
Teil 1 der Abschlussprüfung unterscheidet sich bei den beiden Fachrichtungen nicht. Unterschiede gibt es erst beim 2. Teil der Abschlussprüfung. Diese erfolgt nach dem 3. Ausbildungsjahr vor der Industrie- und Handelskammer. Der schriftliche Teil umfasst die Bereiche:
Zusätzlich testet die IHK den Prüfling mündlich. Das fachbezogene Fachgespräch hat eines der folgenden Gebiete zum Schwerpunkt:
Für Erfolg und Zufriedenheit bei Ihren Tätigkeiten als Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement benötigen Sie Fähigkeiten, Fertigkeiten und fachliche Kompetenzen. In Ihrem Beruf haben Sie mit vielen Menschen zu tun, sodass Kontaktfreudigkeit zu den wesentlichen Skills gehört. Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement:
Der Beruf Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement erfordert eine kaufmännische Befähigung. Diese unterstützt Sie dabei, Kunden zu binden, Kosten-Nutzen-Analysen anzufertigen oder Markt- und Konkurrenzanalysen durchzuführen. Beim Telefonieren benötigen Sie Verständnis für mündliche Äußerungen. Dieses mindert sich nicht durch äußerliche Störfaktoren wie Lärm, der in einem Großraumbüro entsteht.
Sie sind in der Lage, die Ihnen übertragenen Aufgaben in jeder Situation konzentriert und sorgfältig auszuführen. Für Ihre Schreibarbeiten am Computer ist eine gute Handgelenk-Finger-Geschwindigkeit von Vorteil. Ihre Auffassungsgabe ist ausgeprägt, sodass Sie Sachverhalte in kurzer Zeit erfassen. Zudem wirkt sich eine gute Merkfähigkeit auf Ihre berufliche Tätigkeit aus. Diese benötigen Sie beim Kontakt mit der Vielzahl an Kunden. Die wechselnden Arbeitsbereiche und Tätigkeiten erfordern Sie eine ausreichende Flexibilität.
Ihre fachlichen Kompetenzen bauen Sie während der Ausbildung aus. Diese umfassen die Bereiche:
Daneben eignen Sie sich Kompetenzen in der Lagerwirtschaft und im Außenhandel an. Bedeutsam für Ihre Einsatzfähigkeit im Betrieb sind Kompetenzen:
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Je mehr Kompetenzen Sie entwickeln, umso größer sind Ihre Chancen auf eine Karriere als Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement.
Die Höhe Ihres Verdienstes als Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement hängt vom Standort des Unternehmens ab. Befindet dieses sich in den alten Bundesländern, fällt Ihr Gehalt im Mittel höher aus als bei Betrieben, die Ihren Sitz in den neuen Bundesländern haben. Größere Unternehmen sind finanziell in der Lage, monatlich höhere Gehälter zu überweisen als kleinere oder mittlere. Neben diesen Faktoren beeinflussen Ihr Alter, Ihre Jahre an Erfahrung und Ihre dazugewonnenen Kompetenzen Ihr Einkommen.
Ist Ihr zukünftiger Arbeitgeber nicht tarifgebunden, hängt Ihr Gehalt von der Finanzkraft des Unternehmens und von Ihrem Verhandlungsgeschick ab. Mindestens verdienen Sie den gesetzlich festgelegten Mindestlohn, dessen Höhe sich mit den Jahren verändert. Ist der Betrieb tarifgebunden, beeinflusst die Branche Ihren Verdienst. Es existieren Verträge für den Groß- und Außenhandel. Arbeiten Sie etwa in der Chemieindustrie, ist die Gültigkeit eines anderen Tarifvertrages möglich.
Während der Ausbildung erhalten Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement eine Ausbildungsvergütung. Die Daten dazu, wie hoch diese ausfällt, sammelte das Bundesinstitut für Berufsbildung in der Datenbank DAZUBI. Daraus ergeben sich für beide Fachrichtungen durchschnittliche Vergütungen von:
Als Berufseinsteiger haben Sie Ihre fachlichen Kompetenzen in der Abschlussprüfung unter Beweis gestellt. Sie sind fähig, die Ihnen zugewiesenen Aufgaben ohne Anleitung selbstständig auszuführen. Da Sie damit mehr Verantwortung tragen als in Ihrer Ausbildungszeit, erhöht sich Ihr monatliches Bruttoeinkommen. In den ersten Jahren, in denen Sie Erfahrungen in Ihrem Beruf Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement sammeln, vergütet der Arbeitgeber Ihre Leistungen mit ca. 2.000 € bis 2.400 € brutto/Monat.
Mit Berufserfahrung verdienen Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement ca. 2.659 € bis 4.219 € brutto/Monat. Der mittlere Verdienst bei Frauen beträgt laut Entgelttabelle der Bundesagentur für Arbeit ca. 2.990 € brutto/Monat, der der Männer ca. 3.475 €. Der durchschnittliche Verdienst in den einzelnen Bundesländern reicht von ca. 2.766 € brutto/Monat in Sachsen-Anhalt bis zu ca. 3.799 € brutto/Monat in Hamburg. Bei den Städten bildet das Hannover mit einem durchschnittlichen Verdienst von ca. 3.235 € brutto/Monat das Schlusslicht in der Vergleichstabelle der Städte. Diese führt München mit ca. 4.347 € brutto/Monat an. Für Dresden und Leipzig lagen beim Erstellen der Liste keine Daten vor.
Während der Ausbildung erwerben Auszubildende Kenntnisse zur Organisation des Ausbildungsbetriebes sowie zu ihren Pflichten und Rechten. An Bedeutung gewinnt der Themenbereich Umweltschutz. Die Berufsschule vermittelt Fähigkeiten in den berufsspezifischen Lernfeldern sowie in allgemeinbildenden Fächern wie Wirtschafts- und Sozialkunde und Deutsch.
Im Betrieb leisten Auszubildende den Anweisungen Ihres Ausbilders und allen vorgesetzten Mitarbeitenden Folge. Ihre Arbeiten erledigen sie unter Anleitung und mit großer Sorgfalt, sodass weder Personen noch dem Betrieb ein Schaden entsteht. Sie durchlaufen sämtliche für Ihren Beruf erforderlichen Abteilungen und üben sich in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen, sodass Sie zum Abschluss ihrer Ausbildung in der Lage sind, diese ohne Anleitung eigenverantwortlich durchzuführen. Teilbereiche, die Thema des 1. Teils der Abschlussprüfung sind, beherrschen sie nach etwa der Hälfte der Ausbildung.
Im Berufsleben beschaffen Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement mit der Fachrichtung Großhandel große Mengen an Waren. Geschäftsziel ist es, diese gewinnbringend an verschiedene Kunden weiterzuverkaufen. Dazu beobachten Angehörige dieses Berufes den Markt und handeln wirtschaftlich sowie kundenorientiert. Zu ihren Tätigkeiten gehört es:
Ein/e Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement mit der Fachrichtung Außenhandel ist für die Überwachung und Steuerung von Einkaufs- und Verkaufsprozessen im Ausland zuständig. Hier kommen die interkulturellen Kompetenzen und die Fremdsprachenkenntnisse zum Tragen. Sie erledigen die Zollformalitäten und überwachen die Kosten.
Ein/e Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement kann in Betrieben aus allen Wirtschaftsbereichen arbeiten. Ihr Arbeitsort ist vorrangig das Büro. Dort sitzen Sie am Schreibtisch vor dem Computer und wenden berufsspezifische Programme an. Dies können E-Business oder Warehousemanagement-Systeme sein. Das Telefon nimmt als Arbeitsgegenstand einen hohen Stellenwert ein. Daneben gehört das Lager mit zu den Orten, an denen die Kaufleute ihre Aufgaben erledigen.
Ihre Karriere beginnen Sie während Ihrer Ausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen. Zur Auswahl stehen:
Um im Beruf voll einsatzfähig zu bleiben, ergibt die Teilnahme an Weiterbildungslehrgängen Sinn. Damit passen Sie sich den Neuerungen im Beruf an. Mögliche Themen sind diejenigen, die dem Berufsbild entsprechen, wie:
Schneller kommen Sie mit Ihrer Karriere mit Aufstiegsweiterbildungen voran. Möglichkeiten ergeben sich mit den kaufmännischen Weiterbildungen:
Ergreifen Sie nach Ihrer Ausbildung ein Studium, liegen die Studienfächer Logistik, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen nahe. Chancen ergeben sich mit einem Grundstudium, höhere mit einem Masterabschluss.
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