Beruf Bodenleger

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Bodenleger:

Welche Ausbildung benötigt man als Bodenleger?

Der Beruf Bodenleger/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk und in der Industrie. Die praktische Berufsausbildung kann in folgenden Einrichtungen absolviert werden:

  • Betriebe für Bodenbeläge
  • Bodenfachgeschäfte
  • Trockenbaubetriebe
  • Warenhäuser
  • Raumausstatter/innen
  • Messebaubetriebe

Die theoretischen Ausbildungsinhalte lernen Sie in der Berufsschule. Der Unterricht findet mindestens einmal pro Woche statt.

Es gibt keine vorgeschriebenen Voraussetzungen für den Zugang zum Berufsbild Bodenleger/in. Jeder Betrieb kann eigene Regeln aufstellen. Die meisten Betriebe setzen aber einen Hauptschulabschluss voraus.

Die Berufsausbildung dauert drei Jahre. Nach zwei Jahren gibt es eine Zwischenprüfung. Die Abschlussprüfung findet nach drei Jahren statt.

Welche Fähigkeiten braucht man als Bodenleger?

Sie müssen annehmbare Noten im Fach Mathematik mitbringen und sollten mit den gängigen Maßeinheiten vertraut sein. Auch die Umrechnungsformeln sollten Sie im Kopf haben. Vor dem Verlegen müssen Sie Maß nehmen und einzelne Flächen berechnen. Darauf basierend erfolgt der Materialkauf.

Idealerweise haben Sie in der Schule ein Fach im Bereich Technik oder Werken belegt. Sie müssen handwerklich geschickt sein und mit Werkzeugen und Maschinen umgehen können.

Sie fertigen unter Umständen noch Skizzen mit Bleistift und Papier an. Es ist erforderlich, dass Sie die Grundkenntnisse im technischen Zeichen beherrschen und auch die Skizzen und Pläne Ihrer Kollegen/innen lesen können.

Auch Kenntnisse im Fach Physik sind unerlässlich. Bei der Verlegung muss der Einfluss der Wärme berücksichtigt werden. Schallbewegungen haben Einfluss auf die Dämmstoffe.

Wie viel verdient ein Bodenleger?

Es gibt große Unterschiede bei der Bezahlung. Die mit Abstand höchsten Löhne erhalten Sie in Süddeutschland. Hier sind monatliche Bruttolöhne über 3.000 € keine Seltenheit. In den neuen Bundesländern sind monatliche Gehälter von unter 2.000 € brutto Normalität. Auch die Größe des Unternehmens bestimmt das Gehalt mit. In kleinen Handwerksbetrieben sind die Gehälter geringer als in großen Unternehmen. Der monatliche Verdienst schwankt zwischen ca. 1.900 und 3.200 € brutto.

Während der Ausbildung:

Während der Berufsausbildung wird Ihnen eine Ausbildungsvergütung gezahlt, die nach Lehrjahren gestaffelt ist. Obwohl die Ausbildungsverordnung die Vergütungslinien festschreibt, gibt es große Unterschiede.

Die geografische Lage trägt erheblich dazu bei. In den neuen Bundesländern ist die Vergütung am geringsten. In Süddeutschland erhalten Sie dagegen oft Tariflohn. Auch die Branche kann die Höhe der Vergütung beeinflussen. Manchmal liegt der Ausbildungstariflohn unter dem Mindestlohn. An folgenden Richtwerten können Sie sich orientieren:

  • Im ersten Ausbildungsjahr ca. 560 € brutto im Monat
  • Im zweiten Ausbildungsjahr ca.690 € brutto im Monat
  • Im dritten Ausbildungsjahr ca. 790 € brutto im Monat

Als Berufseinsteiger:

Berufseinsteiger/innen erhalten im Osten ein maximales Bruttogehalt von ca. 2.000 € im Monat. In kleinen Handwerksbetrieben kann es sogar noch darunter liegen. In allen anderen Gebieten starten Sie mit einem monatlichen Verdienst von ca. 2.000 € brutto.

Mit Berufserfahrung:

In Süddeutschland erhalten Handwerker/innen noch Spitzengehälter. Mit einer Berufserfahrung von mehr als fünf Jahren können Sie monatliche Bruttogehälter über 3.000 € erzielen. Im Osten erhalten erfahrene Bodenleger/innen dagegen maximal 2.500 € brutto im Monat.

Welche Aufgaben hat man als Bodenleger?

Bodenleger/innen verlegen unterschiedliche Bodenbeläge, wie Teppiche, Parkett oder Laminat.

Während der Ausbildung:

Die Tätigkeiten während der Berufsausbildung sind durch die Ausbildungsverordnung geregelt. Die theoretischen Inhalte lernen Sie in der Berufsschule und die praktischen Inhalte werden Ihnen im Ausbildungsbetrieb vermittelt.

Sie beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Arten von Bodenbelägen. Nicht jeder Belag ist gleich und selbst in den einzelnen Kategorien kann es noch Unterschiede geben. Teppiche können aus verschiedenen Materialien geknüpft, gewebt oder maschinell hergestellt sein. Sie sind entweder vorab gerollt, elastisch oder in Form von Fliesen erhältlich. Manche sind selbstklebend oder werden mit einem speziellen Klebstoff verlegt.

Sie erhalten auch eine Einweisung in die Untergrundprüfungen und erfahren, wann Sie die Raumtemperatur beim Verlegen beachten und regelmäßig messen müssen. Dieser Fachbereich ist unter dem Begriff Belegreife zusammengefasst.

Beim Messen müssen Sie sehr gewissenhaft sein, damit der Bodenbelag auch passt und am Ende keine Lücken entstehen. Sie sollten auch bei der Übertragung der Maße immer die Zahlen kontrollieren, denn es kommt hier häufig zu Fehlern.

Mit der Zeit entwickeln Sie Kompetenzen, die Ihnen später im Berufsleben weiterhelfen werden. Insbesondere bei der Prüfung der Materialien brauchen Sie ein geschultes Auge. Sie stellen sicher, dass die Teppiche oder das Parkett hochwertig sind.

Sie beginnen zunächst mit der einfachen Verlegung in quadratischen oder rechteckigen Räumen ohne Aussparungen. Mit der Zeit arbeiten Sie auch an komplizierteren Flächen und verlegen Böden in unterschiedlich geformten Räumen. Dann kommen Flächen mit festen und eingebauten Möbelteilen hinzu. Zu guter Letzt verkleiden Sie Treppen.

Jeder Untergrund ist anders und Sie müssen jede Schicht darauf anpassen. Zudem sollten alle Schichtmaterialien miteinander harmonieren und zusammenpassen.

In der Berufsschule sind die Fächer an Ihre Berufsausbildung angepasst. Sie beschäftigen sich mit folgenden Themen:

  • Prüfung und Vorbereitung von Böden
  • Wartung und Pflege von Fußböden
  • Erstverlegung auf Baustellen und Austausch von Bodenbelägen
  • Auswahl der Bodenbeläge und Kundeberatung

Zudem werden Sie zusätzlich in den Fächern Deutsch, Betriebswirtschaft und Sozialkunde unterrichtet.

Im Berufsleben:

Ihr Berufsleben wird von vielen verschiedenen Aufgabenbereichen geprägt. Ihre Grundaufgabe besteht aber immer in der Verlegung von Böden. Die Böden selbst sind unterschiedlich:

  • Teppich
  • Laminat
  • Kork
  • Parkett
  • PVC
  • Linoleum

Für die Verlegung der verschiedenen Bodenbeläge kommen unterschiedliche Materialien und Werkzeuge zum Einsatz. Die Beläge werden verklebt oder verschraubt. Einige werden auch gefugt oder nur an den Enden befestigt.

Je nach Unternehmen beraten Sie die Kundschaft und unterstützen fachkundig die Auswahl des Bodenbelags. Es kann auch vorkommen, dass Sie die Beratung ausweiten müssen. Dann besuchen Sie die Kunden/innen vor Ort und begutachten den Unterboden. Sie sind auch für Unterbodenarbeiten verantwortlich. Es kann vorkommen, dass man den Untergrund glätten oder ausbessern muss.

Nach der Verlegung übernehmen Sie auch die Versieglung und die Endreinigung des Belags. Manche Böden verrutschen noch oder der Belag verzieht sich. Dann sind Nachbesserungsarbeiten nötig.

In Mehrfamilienhäusern muss meist eine Schalldämmung erfolgen. Auch hierbei stehen Sie beratend zur Seite. In Einfamilienhäusern legt man bei der Bodenverlegung mehr Wert auf die Wärmedämmung. Sie übernehmen auch die Verlegung von Dämmplatten und bauen schalldämmende Materialien ein.

Wo arbeitet ein Bodenleger?

Bodenleger/innen sind an verschiedenen Arbeitsorten tätig. Sie arbeiten immer in Gebäuden, wie Wohn- und Geschäftsräume oder in Werkstätten. Ferner sind Sie in Messehallen tätig und verlegen Böden in Rohbauten. Je nach Unternehmen halten Sie sich sporadisch in Verkaufsräumen oder Lagerhallen auf.

Sie arbeiten mit unterschiedlichen Maschinen und Geräten, die elektrisch oder manuell bedient werden. Die Arbeiten am Boden können Sie nur in bestimmten Haltungen erledigen. Sie knien die meiste Zeit. Vorübergehend sitzen Sie auf dem Boden oder stehen in gebückter Haltung.

Sie sind Dämpfen und Gerüchen ausgesetzt. Einige Böden können nur verklebt werden. Der Gebrauch des Klebstoffes erfordert das Tragen einer Maske und einer Schutzbrille.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bodenleger?

Das Berufsbild Bodenleger/in bietet viele Perspektiven. Schon während der Berufsausbildung können Sie die Zusatzqualifikation Europaassistent/in erwerben, wenn Sie im Besitz eines mittleren Bildungsabschlusses sind. Sie erlerne Fremdsprachen und haben die Möglichkeit ein Praktikum im Ausland zu absolvieren.

Die Handwerkskammern bieten die traditionelle Meisterweiterbildung an. Sie erwerben damit die handwerklichen Titel Parkettlegermeister/in oder Estrichlegermeister/in.

Alternativ können Sie sich auch für eine Weiterbildung im technischen Bereich entscheiden. Die örtlichen Handwerkskammern, private Fernlernschulen und Weiterbildungsinstitute bieten die Weiterbildungsmaßnahmen Techniker/in – Bautechnik (Ausbau) oder Techniker/in – Bautechnik (Baubetrieb) an. Unter bestimmten Umständen sind diese Maßnahmen förderungsfähig.

Wer sich nach der Berufsausbildung selbstständig machen will, der kann über die Kammern oder über Weiterbildungsinstitute die kaufmännische Weiterbildung als Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung machen.

Sie können auch den akademischen Weg einschlagen, wenn Sie im Besitz der allgemeinen oder der fachgebundenen Hochschulreife sind. Beliebte Studienfächer sind Innenarchitektur oder Bauingenieurwesen.