Beruf Bauzeichner

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Bauzeichner:

Welche Ausbildung benötigt man als Bauzeichner?

Der Beruf des/der Bauzeichners/-in erfordert eine 3-jährige duale Ausbildung in der Industrie und dem Handel oder im Handwerk. Sie entscheiden sich für einen der 3 Schwerpunkte:

  • Architektur
  • Ingenieurbau
  • Tief-, Straßen- und Landschaftsbau

Das Gesetz fordert von den Auszubildenden keinen bestimmten Schulabschluss. Die Auswahl bleibt den Betrieben selbst überlassen. Die Industrie und der Handel stellen überwiegend Auszubildende mit Abitur ein. Handwerksbetriebe entscheiden sich in der Mehrzahl für Bewerbende mit Mittlerer Reife. Um die Lehre zum/zur Bauzeichner/in beginnen zu können, fordert das Gesetz von Lehrlingen unter 18 Jahren eine Erstuntersuchung.

Bei Ihren Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz zum/zur Bauzeichner/in heben Sie die Schulfächer hervor, in denen Sie besondere Kenntnisse und Fertigkeiten in der Schule erwerben konnten. Für die Ausbildung zum/zur Bauzeichner/in sind vertiefte Kenntnisse im Schulfach Werken/Technik sowie Physik förderlich. Diese benötigen Sie, um Bauteile zu konstruieren oder Detailzeichnungen anzufertigen. Vertiefte Kenntnisse in der Mathematik setzen Ausbildungsbetriebe voraus, da Sie bereits in der Lehre Flächen und Tragfähigkeiten von Konstruktionen berechnen.

Die Ausbildung erfolgt im Betrieb und an bestimmten Tagen in der Berufsschule. Am Ende des 2. Ausbildungsjahres absolvieren Sie eine Zwischenprüfung. Im 3. Lehrjahr fokussiert sich die Ausbildung zum/zur Bauzeichner/in auf den Schwerpunkt der Lehre. Die Abschlussprüfung legen Sie nach dem 3. Ausbildungsjahr ab. Mit bestandener Prüfung sind Sie befähigt, den Beruf des/der Bauzeichners/-in eigenverantwortlich und ohne Anleitung auszuüben.

Welche Fähigkeiten braucht man als Bauzeichner?

Als Bauzeichner/in benötigen Sie ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen, damit Sie anhand von 2-D-Zeichnungen sich den Raum oder das Objekt in 3-D vorstellen können. Mathematische Kenntnisse und die der Physik sind essenziell für den Beruf des/der Bauzeichners/-in. Sie brauchen diese, um Gefälle und Flächen zu berechnen oder den Baustoffbedarf zu ermitteln.

Der Beruf des/der Bauzeichners/-in erfordert technisches Verständnis, um zu erfassen, wie Lüftungs- und Kommunikationsanlagen funktionieren und welche baulichen Voraussetzungen für den Einbau erforderlich sind. Daneben bringen Angehörige dieses Berufes Talent zum Zeichnen mit. Dieses beansprucht deren Handgeschick.

Für Vermessungen benötigen Sie als Bauzeichner/in eine gute Auge-Hand-Koordination. Mit einer ausgeprägten Merkfähigkeit fällt es Ihnen leicht, sich DIN- und Fachnormen und gesetzliche Bauvorschriften einzuprägen und bei Bedarf abzurufen. Da Sie viel mit Menschen zu tun haben, sind Sie kommunikativ und sind in der Lage, sich verständlich auszudrücken sowie zuzuhören. Um einen Bau fertigzustellen, sind viele Mitarbeiter vonnöten, die eng zusammenarbeiten. Da Sie zu diesem Team gehören, ist Teamfähigkeit eine bedeutende Fähigkeit für eine/n Bauzeichner/in.

Von großer Bedeutung sind die fachlichen Kompetenzen, die Sie in Ihrer Lehre erwerben und durch Weiterbildungen ergänzen. Zu ihnen gehören Kenntnisse zur Statik sowie die Fähigkeit:

  • Baukonstruktionen zu erstellen
  • Bauzeichnungen anfertigen zu können
  • Detailkonstruktionen zu erstellen
  • Entwürfe anzufertigen
  • Berechnungen durchzuführen und Zeichnungen fachgerecht zu beschriften
  • Montagepläne anzufertigen
  • zu bemaßen
  • mit CAD-Systemen Zeichnungen zu erstellen
  • Freihandzeichnungen anzufertigen
  • einen Plotter zu bedienen

Ergänzend benötigen Sie die Fähigkeit, sorgfältig und zuverlässig zu arbeiten sowie ein ausgeprägtes Talent, zu planen und zu organisieren. Hierbei handelt es sich um eine nicht vollständige Aufzählung von Kompetenzen, die ein/e Bauzeichner/in mit in den Beruf bringen sollte.

Wie viel verdient ein Bauzeichner?

Wie viel ein/e Bauzeichner/in verdient, hängt von verschiedenen Umständen ab. Die Region des Betriebes nimmt ebenso Einfluss auf die Höhe des Gehaltes wie dessen Größe. Können Sie viele Berufsjahre vorweisen, ist Ihr Gehalt höher als das eines/einer Berufsanfängers/-in.

Während der Ausbildung unterscheiden sich die Vergütungen. Erlernen Sie den Beruf des/der Bauzeichners/-in mit dem Schwerpunkt Baugewerbe, erhalten Sie abhängig von der Region eine beispielhafte tarifgebundene Ausbildungsvergütung in Höhe von:

  • ca. 840 bis 920 € brutto/Monat im 1. Jahr der Ausbildung
  • ca. 1.060 bis 1.230 € brutto/Monat im 2. Jahr der Ausbildung
  • ca. 1.270 bis 1.495 € brutto/Monat im 3. Jahr der Ausbildung

Für Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros sehen die tarifvertraglichen Regelungen in ganz Deutschland die folgenden Vergütungen während der Ausbildung vor:

  • ca. 653 € brutto/Monat im 1. Jahr der Ausbildung
  • ca. 818 € brutto/Monat im 2. Jahr der Ausbildung
  • ca. 982 € brutto/Monat im 3. Jahr der Ausbildung

Die genannten Zahlen entsprechen denen der Tarifinformationen des Bundes und der Länder. Sie stellen lediglich Beispiele für angemessene Ausbildungsgehälter dar.

Als Berufseinsteiger erhalten Sie als Bauzeichner/in ein Gehalt von ca. 2.200 bis 2.700 € brutto/Monat.

Mit Berufserfahrung erhöht sich Ihr Gehalt. Nach 5 Jahren beträgt es ca. 3.010 € brutto/Monat, nach 10 Jahren ca. 3.500 € brutto/Monat. Im Durchschnitt liegt der Verdienst eines Bauzeichners bei ca. 2.700 bis 4.200 € brutto im Monat, im Bundesmittel bei ca. 3.370 € brutto/Monat. Das höchste Einkommen erzielen die Bauzeichner/innen baden-württembergischer Betriebe. Dieses liegt durchschnittlich bei ca. 3.670 € brutto/Monat. Mit ca. 3.540 € brutto/Monat bezahlen die Hamburger Unternehmen ihren Bauzeichnern/-innen ebenfalls ein gutes Gehalt für die Tätigkeiten, die ihrem Berufsbild entsprechen. Welche dieses sind, lesen Sie im nächsten Abschnitt.

Welche Aufgaben hat man als Bauzeichner?

Während der Ausbildung eignen sich die Auszubildenden die Kompetenzen an, die sie zur Ausübung ihres Berufes als Bauzeichner/innen benötigen. Im Schwerpunkt Ingenieursbau lernen sie, Konstruktionszeichnungen anzufertigen sowie statische Berechnungen durchzuführen. Sie fertigen unter Anleitung des/der Ausbilders/-in Positionspläne und Rohbauzeichnungen an.

Auszubildende Bauzeichner/innen mit dem Schwerpunkt Tiefbau planen Rohrnetze und erstellen Bepflanzungspläne. Der Fokus der Ausbildung liegt im Planen von Straßen. Wer das Bauzeichnen mit dem Schwerpunkt Architektur erlernt, plant unter Anleitung Bauten und setzt Architekturskizzen in bautechnische Zeichnungen um. Sie ermitteln Mengen und Massen, die ihre Bedeutung bei der Abrechnung, der Vergabe und bei den Ausschreibungen erlangen.

Sie lernen, Qualitätssicherungsinstrumente anzuwenden sowie die technischen und gestaltenden Richtlinien für Verträge kennen. Die Auszubildenden erfahren, wie Bauprozesse ablaufen und wie sie Berechnungen durchführen sowie mit CAD- und CAM-Anwendungen umzugehen. Diese Beschreibung der Ausbildungsinhalte ist beispielhaft und nicht vollständig.

Im Berufsleben gehört es zu Ihren Aufgaben:

  • die Statik zu berechnen
  • sich mit Architekten und Ingenieuren auszutauschen, um die Arbeiten zu koordinieren
  • Konstruktionspläne zu zeichnen und dabei CAD-Programme anzuwenden
  • Bestandslisten zu fertigen
  • Aufmaße zu erstellen
  • Vermessungen durchzuführen
  • Materialbedarf ermitteln
  • Stücklisten zu erstellen
  • Bauanträge auszuarbeiten
  • bei Bauabrechnungen mitzuwirken
  • im Schwerpunkt Ingenieurbau: Rohbauzeichnungen von Industriebauten oder Brücken anzufertigen
  • im Schwerpunkt Architektur: Pläne für die Montage von Fertigteilen anzufertigen
  • Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftsbau: für die Ent- und Versorgung und für den Landschaftsbau Ausführungszeichnungen anzufertigen, Planungsunterlagen für den Straßen- und Verkehrsbau zu erstellen

Wo arbeitet ein Bauzeichner?

Bauzeichner/innen arbeiten überwiegend sitzend in Büros am Schreibtisch mit dem Computer und/oder am Reißbrett. Bei Vermessungen und Überprüfung der Arbeiten sowie der Koordination mit anderen Baubeteiligten sind sie auf Baustellen zu finden. Im Büro tragen sie normale Kleidung. Auf Baustellen gehören Helm und Sicherheitswesten zu ihrer Arbeitskleidung. Zu ihren Arbeitsgeräten auf Baustellen gehören das Maßband, Zollstock und Vermessungsgeräte.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bauzeichner?

Um sich Ihren Arbeitsplatz als Bauzeichner/in zu erhalten und sich neuen Entwicklungen wissensmäßig anzupassen, nehmen Sie regelmäßig an Weiterbildungen teil. Hier kommen Themen infrage wie:

  • Konstruktion
  • CAD – Computer Aided Design
  • Baurecht
  • Bautechnik

Ist es Ihr Wunsch, in Ihrem Beruf als Bauzeichner/in Karriere zu machen und Führungsaufgaben zu übernehmen, nehmen Sie an Aufstiegsweiterbildungen teil.

Entscheiden Sie sich für die Weiterbildung Techniker/in – Bautechnik erhalten Sie nach Ihrem erfolgreichen Abschluss ca. 3.830 bis 5.750 € brutto/Monat an Gehalt. Nehmen Sie die Aufstiegsweiterbildung CAD-Fachkraft – Bau in Angriff, erwartet Sie nach der erfolgreichen Teilnahme ein Einkommen von ca. 3.800 bis 5.800 € brutto/Monat. Lassen Sie sich zum Technische/n Fachwirt/in weiterbilden, erwartet Sie mit einer beruflichen Tätigkeit in diesem Job ein Gehalt von ca. 3.800 bis 6.300 € brutto/Monat.

Kommt ein Studium für Sie infrage, bieten sich Vermessungstechnik, Geoinformatik als Studienfach an. Alternativ schreiben Sie sich für das grundständige Studium der Architektur ein oder wählen das Studienfach Bauingenieurwesen aus. Mit diesen Studienfächern bieten sich Ihnen weitere berufliche Chancen auf eine steile Karriere mit Ihrem Beruf als Bauzeichner/in als Grundlage.