Was zeichnet eine erfolgversprechende Initiativbewerbung aus?

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Was zeichnet eine erfolgversprechende Initiativbewerbung aus?

Was zeichnet eine erfolgversprechende Initiativbewerbung aus?

Der Jobmarkt ist stetig im Wandel. Mit zunehmender Digitalisierung breitet sich eine moderne Arbeitskultur immer weiter aus. Das ist auch und insbesondere daran zu erkennen, wie man sich heute auf einen Job bewirbt. Die klassische Bewerbung auf eine Stellen- oder Ausbildungsanzeige, mit einem Lebenslauf auf Papier, ist immer weniger gefragt. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sind heute stattdessen verstärkt an Kreativität und Eigeninitiative interessiert.

Eine moderne Form der Bewerbung, die diese Eigenschaften eindrücklich demonstriert und dazu noch oft von Erfolg gekrönt wird, ist die Initiativbewerbung.

Was ist eine Initiativbewerbung?

Eine Initiativbewerbung, auch Spontanbewerbung genannt, zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Bewerber auf eigene Faust bewerben, ohne, dass ein gezieltes Jobangebot vorliegt.

Das bedeutet, Bewerber senden ihre Bewerbung selbstbestimmt und initiativ an ein Unternehmen, bei dem sie gerne arbeiten, oder eine Ausbildung absolvieren möchten. Auch dann, wenn der potenzielle Arbeitgeber im Moment vielleicht keine Stelle frei hat und keine Ausschreibung vorliegt.

Viele Unternehmen freuen sich über Initiativbewerbungen und weisen expliziert darauf hin, dass ein Bewerber ihnen jederzeit eine Initiativbewerbung senden kann.

Wird im Unternehmen eine Stelle frei, die auf das Profil des Bewerbers oder der Bewerberin passt, haben Initiativbewerber oft gute Chancen kontaktiert und gegenüber anderen Bewerbern bevorzugt zu werden.

Unterschieden wird zwischen zwei Formen der Initiativbewerbung:

  • Initiativbewerbung ohne Recherche, manchmal auch Blindbewerbung genannt. Hier senden Bewerber ihre Initiativbewerbung in allgemein gehaltener Form an viele verschiedene Unternehmen, um sich zu präsentieren und vielleicht von einem potenziellen Arbeitgeber oder Headhunter (Talentsucher) entdeckten zu werden.
  • Initiativbewerbung mit Recherche. Die Bewerber senden ihre Initiativbewerbung bei einer Initiativbewerbung mit Recherche nur an gezielte Unternehmen, für die sie gerne arbeiten würden. Mithilfe von Recherche (Beispiel: online Recherche) informieren sie sich systematisch und geplant über das Unternehmen und senden eine personalisierte Bewerbung, die das Unternehmen in direkter Form anspricht.

Welche Merkmale hat eine gelungene Initiativbewerbung?

Initiativbewerbung ist nicht gleich Initiativbewerbung. Gewisse Merkmale zeichnen eine erfolgversprechende Initiativbewerbung aber doch aus. Dazu zählen:

  • Initiative ergreifen. Wie der Name schon verrät, kommt es bei einer Initiativbewerbung vor allem auf die Eigeninitiative an. Bewerbern wurde kein Angebot gemacht. Gerade deshalb müssen die Bewerber durch Kreativität und Einsatz zeigen, warum es das Richtige ist, wenn die Firma sie trotzdem für einen Job in Betracht zieht.
  • Flexibilität und Einfallsreichtum. Damit die Initiativbewerbung einem Unternehmen ins Auge sticht, muss sie sich von anderen Bewerbung positiv unterscheiden. Dazu gehören nicht nur hohe Standards an die Qualität der Bewerbung, sondern auch ein gezieltes Eingehen darauf, was der potenzielle Arbeitgeber oder die potenzielle Arbeitgeberin gerne sehen möchte. In Berufen, in denen oftmals eine eher traditionelle Einstellung bevorzugt wird, sehen Unternehmen vielleicht noch immer gerne eine klassische Bewerbung in Papierform, während das in Technologieunternehmen kaum gefragt sein wird. Generell gilt: Eine Initiativbewerbung sollte durch Einzigartigkeit hervorstechen und dennoch flexibel an das gewünschte Arbeitsumfeld angepasst sein.
  • Recherche und Detailwissen über das Unternehmen. Wer sich gezielt bewirbt, hat die besten Chancen auf einen Job, wenn er oder sie dem potenziellen Arbeitgeber zeigt, dass ihr Interesse echt ist. Das funktioniert besonders gut, wenn die Initiativbewerbung Details enthält, die Wissen über das Unternehmen veranschaulichen. Das können kleine Details und Hinweise darauf sein, dass Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben, oder klare Fakten, die Sie bei Ihrer Recherche herausgefunden haben und auf die Sie Bezug nehmen.
  • Hohe Qualitätsstandards. Wie bei einer normalen Bewerbung müssen bei der Initiativbewerbung die allgemeinen Qualitätsstandards eingehalten werden. Dazu zählt, dass die Bewerbung frei von Rechtschreibfehlern ist. Wer sich mit der Rechtschreibung schwertut, sollte sich Hilfe bei der Bewerbung holen. Berater vom Jobcenter können beim Schreiben der Bewerbung helfen, aber auch andere Beratungsstellen.
  • Das Design ist ansprechend und geordnet und erlaubt einen guten Überblick, ohne sich in unnötigen Details zu verlieren. Alle wichtigen Qualifikationen und Arbeitszeugnisse sind in chronologischer Reihenfolge beigefügt.
  • Bewerbung enthält keine falschen Informationen.

Was müssen Bewerber bei einer Initiativbewerbung vermeiden?

Es gibt Kriterien bei einer Initiativbewerbung, die erfolgversprechend sind, aber es gibt genauso Merkmale, die Bewerber besser vermeiden, wenn sie mit ihrer Bewerbung erfolgreich sein möchten.

Das sollten Sie bei einer Initiativbewerbung vermeiden:

  • Zu viel Überschwang. Während Sie bei einer Initiativbewerbung natürlich zeigen sollen, dass Sie sehr interessiert daran sind, für dieses Unternehmen zu arbeiten, ist es nicht gut, wenn Ihre Bewerbung übereifrig wirkt. Sie können und sollen Detailwissen über das Unternehmen in Ihre Bewerbung integrieren, sofern Sie sich gezielt bewerben. Dennoch ist es immer besser, dabei das richtige Maß zu halten.
  • Desinteressiert wirken und einen zu allgemeinen Stil nutzen. Genau wie zu viel Überschwang ist auch die andere Seite des Pendels bei einer Initiativbewerbung nicht angebracht. Auch wer sich nicht gezielt bei einem Unternehmen bewirbt, sondern seine Bewerbung an verschiedene Unternehmen schickt, darf seine Initiativbewerbung nicht wie einen Rundbrief wirken lassen. Eine Initiativbewerbung muss immer auch interessante Merkmale enthalten, die bei potenziellen Arbeitgebern im Gedächtnis bleiben. Bei einer nicht personalisierten Initiativbewerbung stellen Sie am besten insbesondere Ihre Qualifikationen in den Vordergrund, ohne dabei zu dick aufzutragen. Wirkt die Bewerbung zu allgemein, landet sie vielleicht im Papierkorb, sowohl virtuell als auch analog.
  • Branchenfremde Bewerbungen. Es steht Ihnen frei, die Initiative zu ergreifen und sich dort zu bewerben, wo Sie möchten. Das gilt auch, wenn Sie vielleicht keine Erfahrung im Kernbereich des Unternehmens haben und natürlich auch dann, wenn Sie eine Initiativbewerbung für einen Ausbildungsplatz senden. Handelt es sich um eine Initiativbewerbung für einen potenziellen Job, sind völlig branchenfremde Bewerbungen selten von Erfolg gekrönt. Primär dann, wenn für dieses Berufsfeld eine spezifische Ausbildung gefordert ist, über die Sie nicht verfügen. Diese Zeit sparen Sie sich besser und investieren sie in die Suche nach Unternehmen, die eventuell ein künftiges Interesse an einer Zusammenarbeit mit Ihnen haben könnten. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven.

Welche Besonderheiten gibt es bei Initiativbewerbungen auf Ausbildungsplätze?

Wer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, für den oder die sind Initiativbewerbungen besonders gut geeignet. Unternehmen, die ausbilden, sehen es in der Regel sehr gerne, wenn Bewerber die Initiative ergreifen und an einer Ausbildung bei Ihnen interessiert sind.

Anders, als bei Initiativbewerbung für einen potenziellen Arbeitsplatz, können Initiativbewerber aber meistens noch keine speziellen Qualifikationen und Arbeitserfahrung vorweisen.

Deshalb kommt es besonders darauf an, bei der Initiativbewerbung hervorzuheben, woher das Interesse an einer Branche kommt und was die Motivation für die Bewerbung ist.

Erkennen Ausbildungsunternehmen, dass der Bewerber oder die Bewerberin echtes Interesse an ihnen und dem Berufsfeld hat, sind die Chancen sehr viel besser, durch die Initiativbewerbung kontaktiert zu werden und schließlich den Ausbildungsplatz zu erhalten.

Bewerbungen, die durchschimmern lassen, dass man nur generell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist und dabei wahllos vorgeht, wirken wenig ansprechend und werden von Ausbildungsunternehmen fast nie weiter verfolgt.

Viele Unternehmen suchen Auszubildende, erhalten aber nur halbherzige und mangelhaft gemachte Bewerbungen.

Wenn Sie im klaren Kontrast dazu durch echtes Interesse und Selbstinitiative hervorstechen, schnellen Ihre Aussichten auf eine Ausbildung in die Höhe.